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Technik & Datenschutz

Hier erklären wir verständlich, wie Live Interpreter technisch funktioniert und was während einer Veranstaltung mit Ihren Audiodaten geschieht.

So läuft die Übersetzung ab

  1. Raum erstellen

    Der Host legt einen Raum an: einen digitalen Bereich mit einer eigenen Adresse, dem Zuhörer beitreten können. Ein Raum erfasst eine Sprecher-Eingabe und verteilt die Übersetzung an alle Zuhörer (1:N). Hosts können beliebig viele Räume einrichten, etwa für verschiedene Veranstaltungen oder Räumlichkeiten.

  2. Link oder QR-Code teilen

    Der Host teilt den Link zum Raum oder den passenden QR-Code mit dem Publikum, das die Übersetzung empfangen möchte.

  3. Sitzung starten

    Der Host betritt den Raum und startet die Sitzung. Über den großen Button im Raum lässt sich die Übersetzung jederzeit starten, pausieren und fortsetzen, etwa wenn während eines Workshops kein Übersetzungsbedarf besteht oder während der Lobpreiszeiten im Gottesdienst.

  4. Was passiert im Hintergrund?

    Sobald die Übersetzung gestartet wird, verarbeitet Live Interpreter das gesprochene Wort in Echtzeit. Zuerst wird die Sprache erkannt und in Text umgewandelt. Anschließend wird der Inhalt in die gewählten Zielsprachen übersetzt. Danach wird aus jeder Übersetzung wieder eine Audioausgabe erzeugt, die an die jeweiligen Zuhörer ausgespielt wird.

    So entsteht ein durchgehender Live-Ablauf:

    Sprecher → Spracherkennung → Übersetzung → Sprachausgabe → Zuhörer

  5. Zuhörer hören live mit

    Zuhörer öffnen den Link im Browser, wählen ihre bevorzugte Sprache und hören die Übersetzung in Echtzeit, mit nur wenigen Sekunden Verzögerung. Kein Download, kein Konto, keine App.

  6. Übersetzung beenden

    Der Host beendet die Übertragung über denselben Button. Die Sitzung kann später jederzeit fortgesetzt werden.

  7. Raum verlassen

    Verlässt der Host den Raum, werden alle Zuhörer automatisch aus dem Raum entfernt und alle übertragenen Inhalte verworfen. Dauerhafte Räume bleiben erhalten. Der Host kann sie jederzeit erneut betreten und eine neue Sitzung starten, ohne für jede Veranstaltung (etwa jeden Sonntagsgottesdienst) einen neuen Raum erstellen zu müssen.

Was wir speichern und was nicht

Keine dauerhafte Aufzeichnung Ihrer Veranstaltung

Live Interpreter ist kein Aufnahme- oder Archivsystem. Audio wird zur laufenden Übersetzung verarbeitet. Wir speichern keine Audioaufnahmen und keine Transkripte Ihrer Veranstaltung.

Keine Nutzung Ihrer Inhalte für eigenes Training

Ihre gesprochenen Inhalte werden nicht verwendet, um eigene KI-Modelle zu trainieren. Unser Ziel ist es, die verwendeten Dienste von Drittanbietern so zu konfigurieren, dass Ihre Inhalte nicht für Modelltraining verwendet werden.

Nur technische Nutzungsdaten

Damit wir den Dienst betreiben, abrechnen und verbessern können, speichern wir technische Metadaten, das sind Raum-Metadaten (Sprachen, Erstellungszeitpunkt) und Nutzungs-Metadaten wie Anzahl genutzter Audio-Minuten zur Abrechnung, Zeitpunkt und Dauer einer Session oder technische Fehlerhinweise. Diese Daten helfen uns, den Dienst stabil zu betreiben und die Nutzung korrekt abzurechnen.

Kein Konto für Zuhörer

Zuhörer benötigen kein eigenes Konto, keine App und keine E-Mail-Adresse. Sie treten einem Raum anonym über den Link oder QR-Code bei, den der Veranstalter bereitstellt.

Wer kann zuhören?

Ein Live-Interpreter-Raum ist nicht öffentlich auffindbar. Zuhörer gelangen nur über den direkten Link oder QR-Code in den Raum, den der Veranstalter teilt.

Der Link allein reicht jedoch nicht aus, um eine Übersetzung mitzuhören. Ein Raum überträgt erst dann Audio, wenn der Host den Raum aktiv öffnet und die Live-Übersetzung startet. Solange der Raum nicht geöffnet ist oder keine Übersetzung läuft, sehen Zuhörer lediglich, dass aktuell keine Übertragung aktiv ist.

Das bedeutet: Ein weitergegebener Link ermöglicht keinen heimlichen Zugriff auf laufende Inhalte außerhalb einer aktiv gestarteten Session. Der Veranstalter behält die Kontrolle darüber, wann ein Raum geöffnet wird, wann die Übersetzung beginnt und wann die Übertragung endet.

Trotzdem sollte der Link nur an Personen weitergegeben werden, die an der Veranstaltung teilnehmen sollen. Für neue Veranstaltungen können Räume geschlossen oder neue Links verwendet werden.

Audio-Setup: Vom Mikrofon zur Übersetzung

Live Interpreter greift im Browser auf das Audio-Eingabegerät zu, das Ihr Betriebssystem bereitstellt. Das heißt: jedes Mikrofon, das in Windows, macOS oder iOS als Eingabegerät erscheint, ist nutzbar. In der Host-Oberfläche wählen Sie das gewünschte Gerät aus einem Picker aus.

USB-Mikrofone und Headsets

Schließen Sie das Gerät an, in Windows/macOS erscheint es in den Sound-Einstellungen, im Browser-Picker können Sie es auswählen.

Mischpult mit USB-Ausgang

Wenn Ihr Gemeindesaal oder Veranstaltungsraum bereits ein digitales Mischpult mit USB-Audio-Interface nutzt, können Sie eine Ausspielung direkt am Notebook abgreifen. So bekommt Live Interpreter exakt das Signal, das auch auf den Lautsprechern landet, ohne separates Mikrofon im Raum.

Dante-Audionetze

Für Räume mit Dante-Infrastruktur empfehlen wir die Dante Virtual Soundcard (DVS) von Audinate oder ein Dante-USB-Interface wie das Audinate AVIO USB. Beide stellen einen Dante-Kanal als virtuellen Audio-Eingang im Betriebssystem bereit. Im Browser-Picker erscheint er wie ein normales USB-Gerät.

Mikrofon-Berechtigung im Browser

Beim ersten Aufruf fragt der Browser nach Mikrofon-Zugriff. Wählen Sie „Immer erlauben“. Damit bleibt die Berechtigung auch nach Browser-Updates erhalten.

Bessere Erkennung von Fachbegriffen

In jedem Veranstaltungsumfeld gibt es spezifische Begriffe: Eigennamen, Produktnamen, Fachausdrücke, Markenbegriffe oder Abkürzungen. Diese können vor einer Sitzung hinterlegt werden, entweder einmalig im Kontoprofil oder gezielt pro Raum.

Die Spracherkennung berücksichtigt die hinterlegten Begriffe und liefert deutlich präzisere Übersetzungen. Besonders nützlich bei branchenspezifischen Vorträgen, technischen Schulungen oder Fachveranstaltungen mit eigener Terminologie.

Häufige Fragen

Bereit, es selbst auszuprobieren?